Encaustic - antike Technik
Die künstlerische Maltechnik der Encaustic hat ihren Ursprung in der Antike. Maler der alten Griechen und der Römer trugen dabei in Wachs gebundene Farbpigmente in erhitztem Zustand auf einen Maluntergrund auf. Doch auch Maler des Mittelalters, etwa Leonardo da Vinci wendeten teils die Encaustic an.
Einige antike, in der Encaustic-Technik erstellte Werke erwiesen sich als überraschend resistent gegenüber Witterungseinflüssen. Im Gegensatz zu Ölgemälden dunkeln sie nicht aus und es werden auch nach längerer Zeit kaum Rissspuren sichtbar.
In der heutigen Encaustic-Malerei wird zum Auftragen der Farben ein Maleisen genutzt, daseinem Bügeleisen ähnelt, jedoch eine kleinere Fläche hat.
Die Farben werden dabei zunächst in Festem Zustand auf das meist elektrisch erhitzte Maleisen aufgetragen, wodurch sie flüssig werden. Durch Ziehen des Maleisens über Malpapier mit hinreichender Stärke werden die Farben dann auf das Papier aufgetragen. Diese Ziehbewegung des Maleisens kann dabei auf unterschiedlichen Arten erfolgen, etwa gradlinig, in Wellen- oder in Kreisbewegungen. Dadurch entstehen auf dem Malpapier Linien, Kreise oder Flächen.